Monday, July 14. 2008
In Erinnerung an die kleine italienische Kneipe in dieser so (zu Unrecht?!) verhassten Stadt, die den Aufenthalt dort wenigstens erträglich machte. Wir sind wahrscheinlich die einzigen Nichtitaliener, die je diese Kneipe aufgesucht haben, und wahrscheinlich sollten wir froh drum sein, hätte sich doch anders kaum ihren Charme behalten. Du betrittst einen kleinen Raum, neben der Bar gibt es nur drei große runde Tische, und alles dominierend, vorallem akustisch, der große Fernseher an der Wand, über den von früh bis spät dir unverständliche italienische Sendungen flimmern. An einem Tisch fünf Italiener beim obligatorischen Kartenspiel, daneben ein älterer Herr mit Zeitung und Espresso. In der rechten Ecke zwei Männer die in einer melodisch klingende Sprache über das aktuelle Programm debattieren, denkst du zumindest anhand ihrer Blicke und Gesten die immer wieder zu dem Objekt an der Wand führen. Und dann hinter der Bar, ein blonder Engel. Bei deinem Eintreten lächelt sie dich an und lässt ein gut gelauntes Ciao, come stai? hören. Eigentlich lächelt sie dich garnicht an, doch tut sie auch, aber nicht weil du es bist, sondern weil sie generell immer lächelt, mit einem Lächeln, das einem das Herz schmelzen und die Umgebung erstrahlen lässt. Es gibt Menschen die mit einem Blick, mit einem Lächeln deine Seele von aller Last befreien können, die deine meterdicke und pechschwarze Mauer aus Trauer, Wut und Verzweiflung durchbrechen als wäre sie aus Papier. Und eine von diesen Menschen ist sie, und dafür bin ich ihr unendlich dankbar. Magnus
Monday, June 30. 2008
Warum nennt sich ein Getränk, dass 16,5 Ananassaft, 4% Bananensaft und 0,5% Kokossaft enthält eigentlich Kokossaft? Magnus
Sunday, June 29. 2008
Passantin 1 mit stolzgeschwellter Brust: "Mein Großer macht ja demnächste sein Diplom!" Passantin 2: "Oh, dann wird er also mal Diplomat." ... Magnus
Saturday, June 28. 2008
Der eher unbekannte französische Direktor Christian Volckman hat in meinen Augen mit Renaissance ein wahres Meisterwerk geschaffen. Renaissance ist eine cyberpunk Krimistory, die im Paris des Jahres 2054 angesiedelt ist. Die Handlung ansich ist eine Mischung aus Dirty Harry, Jin Roh und irgendwas anderem, Wissenschaftlerin wird entführt, Cop, der im Lauf der Geschichte auch suspendiert wird, versucht die Entführte mithilfe ihrer Schwester zu finden. Weiter nichts besonderes, aber die Handlung ist auch nicht das eigentlich interessante an dem Film. Es handelt sich hier um eine Mischung aus Animations und Realfilm, die Bewegungen der einzelnen Schauspieler wurden mit Motion Capture Techniken aufgenommen,und am Computer mit Models und Hintergrund versehen. Die komplette Film ist, mit Ausnahme weniger Farbtupfer, komplett Schwarzweiß gehalten, nur Schwarz und Weiß, keine Graustufen. Das Hintergrundsetting, ein Paris im Jahr 2054, überzeugt durch glaubwürdige Architektur, teils utopisch, zB der Firmensitz von Avalon, oder eine im Untergrund verlaufende Straße, die mit einem Glasdach versehen ist, auf denen sich normaler Fußgängerverkehr findet, teils aber auch dystopisch, zB die Gegend um die Clubs, die eher aus Restricted Area entsprungen zu sein scheint. Diese Kombination aus harten Schwarzweiß Kontrasten und fasznierender Architektur erzeugt Bilder, die diesen Film zu einem wahren visuellen Feuerwerk werden lassen, bei dem man jeden Augenblick auf Pause drücken möchte, um die Eindrücke festzuhalten. Aber nicht nur visuell bietet der Film einiges, er regt auch durchaus zum nachdenken an, ohne zuviel von der Handlung vorweg nehmen zu wollen, dreht es sich auch um das Thema Unsterblichkeit, ob sie erstrebenswert ist, oder ob das Rezept zur Unsterblichkeit sogar in die flaschen Hände geraten könnte. Der zentrale Satz des Films dazu: "Without death, life is meaningless". So watch it! Magnus
Tuesday, June 24. 2008
Staubtrockener Kommentar eines kleinen Mädels als die blinde Kuh nur unbrauchbare Suchergebnisse ausspuckte: "Ich glaub das ist gar keine blinde Kuh, sondern ein blöde Kuh!" Magnus
Tuesday, June 24. 2008
Mit Kindern arbeiten macht einfach Spaß! Ich weiß nicht, wie es in Großstädten aussieht, aber hier in unserer ca 4000 Seelen Gemeinde sind die Kinder noch höflich und anständig. Die Kinder, selbst die der ersten Klasse, verhielten sich während wir ihnen die theoretischen Sachen erklärt haben, trotz der Laptops die vor ihnen standen absolut ruhig und aufmerksam. Beim anschließenden praktischen Teil war ich teilweise erstaunt wie gut die Kinder mit den Tastaturen und vorallem den Touchpads (mit denen die Eltern teilweise enorme Probleme hatten) klarkamen. Bei der Einladungskartenerstellung, die ich in einer ersten Klasse betreut habe, zeigten die Kleinen sehr gute Schreibfähigkeiten, sodass wir teilweise 3-4 Einladungskarten und die ein oder andere Glückwunschkarte pro Laptop in den knapp 90 Minuten die uns zur Verfügung standen geschafft haben. Angenehm an dieser Unterrichtseinheit war, dass wir 4 Laptops und 4 Betreuer zur Verfügung hatten, so konnte an jedem Laptop ein Betreuer bleiben, der sich dann um 3-4 Kinder gekümmert hat. Optimale Betreung meiner Meinung nach  Das Thema Internet und Suchmaschinen haben wir versucht den Kindern mit der Suchmaschine Blinde Kuh zu vermitteln, einer Suchmaschine, die im Gegensatz zu google oder anderen bekannten Suchmaschine speziell für Kinder gemacht ist. Meiner Meinung nach ist die Seite zwar extrem überladen, vorallem wenn man an die spartanische Oberfläche von google gewohnt ist, aber genau diese Vielfalt hat bei den Kindern großes Interesse geweckt. Der Abwechslungsreichtum trägt wohl ein weiteres dazu bei, dass die Seite gut ankam, kann man dort nicht nur Suchanfragen absetzen, sondern auch ein umfangreiches Angebot an Spielen, Malprogrammen. Lernseiten und vielem mehr in Anspruch nehmen. Eine schöne Sache, es werden dazu sowohl aussagekräftige Icons für die noch nicht lesenden Kinder als auch Schrift eingesetzt, damit sich Kinder aller Altersstufen auf der Seite zurechtfinden können. Die Suchmaschine selbst ist auch speziell auf Kinder angepasst, so werden dort nur für Kinder geeignete Seiten bei den Resultaten ausgegeben, bzw wenn die gefundenen Seiten erst ab einen bestimmten Alter empfehlenswert sind, ein entpsrechender Hinweis ausgegeben. Ich glaube insgesamt eine schöne und sinnvolle Sache, um den Kindern wichtige Kompetenz im Umgang mit PC und Internet mit auf den Weg zu geben. Magnus
Monday, June 23. 2008
Was sagt es über jemanden, der auf die Bemerkung es fehle ihm an Diskussionsskills mit einem "Ansichtssache" antwortet?
Monday, June 23. 2008
Memo an mich: Die nächste Wohnung nur unter dem Gesichtspunkt des Kalkgehalts im Wasser auswählen! Es macht einfach keinen Spaß, wenn man das Geschirr innerhalb von geschätzen 1,4538 Minuten abtrocknen muss, weil sich sonst Kalkränder bilden, die noch Methusalem stolz gemacht hätten. Magnus
Sunday, June 22. 2008
Gestern ist die 1. lokale Kindermedienwoche zu Ende gegangen. Ein Woche lang durften Kinder der lokalen Grundschule und deren Eltern den richtigen Umgang mit Medien, vorallem im Zusammenhang mit Kindern erlernen. Das Projekt wurde von einigen im Ort ansäßigen Firmen, Lehrern der Grundschule und Eltern in Angriff genommen. Hauptaugenmerk lag dabei bei den Kindern der Klassen 1 bis 4, denen der richtige Umgang mit Medien, und allen voran mit PCs und Internet nahe gebracht werden sollte. Die Kinder hatten eine Woche lang, anstatt des regulären Unterrichts, verschiedene dreiviertel bis eineinhalbstündige Projekte, die ihnen theoretisches wie praktisches Wissen vermitteln sollten. Diese Projekte wurden sowohl von Mitarbeitern der teilnehmenden Firmen, als auch von Eltern, hauptsächlich (bzw sogar ausschließlich) von Müttern geleitet. Als Azubi einer dieser Firmen durfte ich auch 2 Projekte begleiten, und konnte mir so einen guten Einblick verschaffen, wie weit die Kinder bereits mit Medien vertraut sind, und wie sie diese einsetzen. Unter den Angebotenen Projekten waren unter anderem "Der richtige Umgang mit Suchmaschinen", "Einladungskarten schreiben am PC" (beide durfte ich in einer Klasse leiten), "Email4Kidz", "Arbeiten mit einer Trickbox" und viele andere. Für die Eltern wurden verschiedene Vorträge unter anderem zum Thema Medieneinsatz und Medienkompetenz gehalten, sowohl um ihnen einen Einblick zu vermitteln, was wir mit ihren Kindern da überhaupt anstellen, als auch um sie zum richtigen Umgang mit Medien, vorallem im Bezug auf ihre Kinder zu ermahnen. In den nächsten Tagen werde ich hier meine Eindrücke aus dieser Woche niederschreiben, um sie für mich schwarz auf grau zu bewahren, und um mir die bei dieser Woche gemachten Fehler bis zum nächsten Mal zu merken  Magnus
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